
Elektromobilität für Speditionen: Umsteigen, ohne sich zu übernehmen
Am Ende zählt, was unterm Strich übrig bleibt. Genau deshalb muss Elektromobilität in der Spedition nicht als teurer Komplettumbau gedacht werden, sondern als schrittweiser Einstieg: zuerst Pkw, Transporter und planbare Touren – dann Ladeinfrastruktur, PV, Speicher und Lastmanagement.
Die Rahmenbedingungen werden besser. Die Bundesnetzagentur zählte zum 1. Mai 2026 in Deutschland 151.452 Normalladepunkte und 52.499 Schnellladepunkte mit insgesamt 8,75 GW Ladeleistung. Auch die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur rechnet bis 2030 mit einem deutlichen Ausbau und einem Bedarf von 380.000 bis 680.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten.
Für Speditionen ist aber nicht nur das öffentliche Laden entscheidend. Der größte Hebel liegt oft auf dem eigenen Betriebshof: eigene PV-Anlage, Ladepunkte, intelligentes Lastmanagement und passende Tourenplanung. Eine Fraunhofer-ISI-Studie mit Daten von über 38.000 REWE-Lieferungen zeigt, dass optimierte Einsatzplanung die Elektrifizierung deutlich erhöht und gleichzeitig Transportkosten senken kann.
Praxisbeispiele bestätigen diesen Weg. DHL baut mit E.ON Schnellladeinfrastruktur an deutschen DHL-Standorten auf – inklusive Trafostationen, Lastmanagement und Ladelösungen direkt an Rampen und Betriebshöfen. In Berlin setzt Deutsche Post DHL bereits E-Lkw im Regelbetrieb ein; Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur wurden dort gemeinsam gefördert.
Auch Stimmen aus der Branche zeigen: Der Lkw allein macht nicht den Unterschied – das Energiesystem dahinter entscheidet. Unternehmen berichten von bis zu 74 % Einsparung bei Betriebskosten in einer E-Flotte mit zehn Fahrzeugen. Andere laden ihre E-Lkw zu großen Teilen mit eigenem PV-Strom: 2025 lag der Eigenstromanteil bei rund 54 %, trotz wachsender Flotte wird weiterhin mit knapp 40 % gerechnet.
Für viele Betriebe beginnt der Einstieg nicht beim schweren Fernverkehr, sondern bei Pkw und Transportern. Hier kann WGL mit starken Konditionen unterstützen. Für Mitarbeiterfahrzeuge bietet unser Partner Vilocar Lösungen über Gehaltsumwandlung an.
Der Umstieg muss nicht auf einmal passieren. Erfolgreiche Betriebe gehen peu à peu vor: erst geeignete Fahrzeuge elektrifizieren, dann Ladepunkte aufbauen, PV-Strom nutzen, Touren anpassen und die Flotte Schritt für Schritt erweitern.
Elektromobilität in der Spedition ist kein Selbstläufer. Aber sie ist machbar – und wirtschaftlich besonders dann interessant, wenn Fahrzeug, Strom, Ladeinfrastruktur und Planung zusammenspielen.
WGL unterstützt Sie dabei, den Einstieg bezahlbar und planbar zu machen.
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